Fe-Konzentrat zur H₂S-Entfernung
€ 0,82 /kg
Das Eisenkonzentrat ist eine hochkonzentrierte, pulverförmige Quelle reaktiven Eisens auf Basis von Fe(OH)₃ zur effizienten Schwefelwasserstoffentfernung direkt im Fermenter einer Biogasanlage.
Das Produkt enthält 90 % Trockenmasse, was eine hohe Reaktionseffizienz und einen minimalen Reagenzienverbrauch gewährleistet.
Produktart: Eisenhydroxidpulver
Hauptbestandteil: Fe(OH)₃
Trockenmasse: 90 %
Lieferform: Pulver
Prinzip der H₂S-Entfernung: Aktives Eisen reagiert direkt im Substrat:
Fe(OH)₃ + H₂S → FeS ↓ + H₂O
Dabei entsteht:
unlösliches Eisensulfid, das die Neubildung von Schwefelwasserstoff im Biogas verhindert.
Warum ein hoher Trockenmassegehalt wichtig ist
Bei der Verwendung flüssiger eisenhaltiger Reagenzien:
besteht ein Teil der Masse aus Wasser.
Im Eisenkonzentrat:
enthält es mehr als 40 % Wirkstoff.
Dies bedeutet:
- geringere Transportkosten
- geringerer Reagenzienverbrauch
- stabile Reaktion
- hohe Konzentration an aktivem Eisen
- logistische Einsparungen
Vorteile von Eisenkonzentrat:
- hohe Reaktionsaktivität
- schnelle H₂S-Reduktion
- direkte Anwendung im Fermenter
- keine korrosive Wirkung
- sicherer als FeCl₃
- beeinträchtigt den biologischen Prozess nicht
- reduziert die Belastung von Aktivkohlefiltern
- schont Gasmotoren
Umweltfreundlicher Ursprung 🌱
Eisenkonzentrat wird aus natürlichen eisenhaltigen Sedimenten (Eisenhydroxidschlamm) hergestellt, die im Rahmen von ökologischen Projekten zur Sanierung aquatischer Ökosysteme in Deutschland gewonnen werden. Die Verstopfung von Flüssen, insbesondere der Spree und ihrer Nebenflüsse, stellt eine erhebliche Bedrohung für das Ökosystem und den aquatischen Lebensraum dar. Dies ist leicht an der braunen Farbe der Flüsse und Sedimente in den Bächen zu erkennen. Der Abbau von Eisenerz und die Trockenlegung von Mooren sowie der verstärkte Braunkohleabbau in der Lausitz haben über lange Zeiträume hinweg zu einer Umverteilung der dort natürlich vorkommenden Eisenverbindungen im Boden geführt. Der dabei entstehende Ocker besteht größtenteils aus Eisenhydroxid. Nun wurde ein Verfahren zur Wiederaufbereitung des Eisenhydroxidschlamms gefunden. Die nachhaltige Entfernung des Ockers verbessert die Wasserqualität und trägt somit zur Wiederherstellung des Ökosystems bei. Mit einem neuen, innovativen Wiederaufbereitungsverfahren wurde ein hochwertiges Produkt für unsere Biogasanlagen hergestellt, das den Schwefelwasserstoffgehalt im Gas reduziert.
Produktverwendung:
Verbessert die Wasserqualität
Reduziert die Umweltbelastung
Schont natürliche Ressourcen
Typische Dosierung:
0,8 kg/t Substrat
Abhängig von:
H₂S-Konzentration
Prozesstemperatur
Substratart
Organische Belastung
Beispiel: Für eine Biogasanlage mit 1 MW elektrischer Leistung, die zu 100 % auf Maissilage basiert (bzw. 4 t Biomethan pro Tag), beträgt der Verbrauch konstant 40 kg/Tag. Durch den Einsatz von Eisenhydroxid im Biogasreaktor wird der Schwefelgehalt im Biogas von 1500–2000 ppm auf 60–80 ppm reduziert.
Verpackung:
- Säcke
- Big Bags
Lieferung:
Palette: 1 Tonne
LKW-Ladung: 24 t
Hoher Trockenmassegehalt (>90 %) reduziert die Transportkosten pro Einheit aktives Eisen.
Anwendung
Direkt im Reaktor
Anwendung
Direkt im Reaktor