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Fe-Konzentrat zur H₂S-Entfernung

Das Eisenkonzentrat ist eine hochkonzentrierte, pulverförmige Quelle reaktiven Eisens auf Basis von Fe(OH)₃ zur effizienten Schwefelwasserstoffentfernung direkt im Fermenter einer Biogasanlage.

Das Produkt enthält 90 % Trockenmasse, was eine hohe Reaktionseffizienz und einen minimalen Reagenzienverbrauch gewährleistet.

Produktart: Eisenhydroxidpulver
Hauptbestandteil: Fe(OH)₃, FeO(OH), Spuren von FeO, Fe₂O₃
Trockenmasse: 90 %
Lieferform: Pulver

Prinzip der H₂S-Entfernung: Aktives Eisen reagiert direkt im Substrat:
Fe(OH)₃ + H₂S → FeS ↓ + H₂O

Dabei entsteht unlösliches Eisensulfid, das die Neubildung von Schwefelwasserstoff im Biogas verhindert.

Warum ein hoher Trockenmassegehalt wichtig ist
Hoher Trockenmassegehalt (>90 %) reduziert die Transportkosten pro Einheit aktives Eisen.

Im Eisenkonzentrat enthält 35-37 % Aktivwirkstoff. Dies bedeutet:

  • geringere Transportkosten
  • geringerer Reagenzienverbrauch
  • stabile Reaktion
  • hohe Konzentration an aktivem Eisen
  • logistische Einsparungen

Vorteile von Eisenkonzentrat:

  • hohe Reaktionsaktivität
  • schnelle H₂S-Reduktion
  • direkte Anwendung im Fermenter
  • keine korrosive Wirkung
  • sicherer als FeCl₃
  • beeinträchtigt den biologischen Prozess nicht
  • reduziert die Belastung von Aktivkohlefiltern
  • schont Gasmotoren

Umweltfreundlicher Ursprung 🌱
Eisenkonzentrat wird aus natürlichen eisenhaltigen Sedimenten (Eisenhydroxidschlamm) hergestellt, die im Rahmen von ökologischen Projekten zur Sanierung aquatischer Ökosysteme in Deutschland gewonnen werden. Die Verstopfung von Flüssen, insbesondere der Spree und ihrer Nebenflüsse, stellt eine erhebliche Bedrohung für das Ökosystem und den aquatischen Lebensraum dar. Dies ist leicht an der braunen Farbe der Flüsse und Sedimente in den Bächen zu erkennen. Der Abbau von Eisenerz und die Trockenlegung von Mooren sowie der verstärkte Braunkohleabbau in der Lausitz haben über lange Zeiträume hinweg zu einer Umverteilung der dort natürlich vorkommenden Eisenverbindungen im Boden geführt. Der dabei entstehende Ocker besteht größtenteils aus Eisenhydroxid. Nun wurde ein Verfahren zur Wiederaufbereitung des Eisenhydroxidschlamms gefunden. Die nachhaltige Entfernung des Ockers verbessert die Wasserqualität und trägt somit zur Wiederherstellung des Ökosystems bei. Mit einem neuen, innovativen Wiederaufbereitungsverfahren wurde ein hochwertiges Produkt für unsere Biogasanlagen hergestellt, das den Schwefelwasserstoffgehalt im Gas reduziert.

Produktverwendung:

  • Verbessert die Wasserqualität
  • Reduziert die Umweltbelastung
  • Schont natürliche Ressourcen

Typische Dosierung: 0,8 kg/t Substrat

Abhängig von:

  • H₂S-Konzentration
  • Prozesstemperatur
  • Substratart
  • Organische Belastung

Beispiel: Für eine Biogasanlage mit 1 MW elektrischer Leistung, die zu 100 % auf Maissilage basiert (bzw. 4 t Biomethan pro Tag), beträgt der Verbrauch konstant 40 kg/Tag. Durch den Einsatz von Eisenhydroxid im Biogasreaktor wird der Schwefelgehalt im Biogas von 1500–2000 ppm auf 60–80 ppm reduziert.

Verpackung:

  • Säcke
  • Big Bags

Lieferung:

  • Palette: 1 Tonne
  • LKW-Ladung: 24 t
Anwendung

Direkt im Reaktor

Anwendung

Direkt im Reaktor

Weitere Ausrüstung

Spurenelementmischung Z-5 für Biogasanlagen