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Biogasentschwefelung 250 m³/h – H₂S 2500/100 ppm

Die biologische Entschwefelung mit einem konventionellen Biotrickling-Wäscher ist eine bewährte Technologie, die seit vielen Jahren erfolgreich zur Entfernung von Schwefelwasserstoff (H₂S) aus Biogas, Klärgas und Deponiegas eingesetzt wird. Das Verfahren wird auch als mikrobielle Entschwefelung bezeichnet. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind Biogaswäscher, biologischer Wäscher, Bio-Wäscher, Biotrickling-Wäscher, Biorieselbettreaktor, Biotrickling-Reaktor und Bio-Bett-Reaktor.

Das H₂S-haltige Biogas wird durch einen mit Füllkörpern gefüllten Behälter geleitet. Mikroorganismen besiedeln die Oberfläche der Füllkörper und oxidieren Schwefelwasserstoff in Gegenwart von Sauerstoff zu elementarem Schwefel und Sulfaten.

Durch die Zugabe von Nährstoffen für die Mikroorganismen und die kontinuierliche Zirkulation der Prozessflüssigkeit werden Schwefel und Sulfate aus dem System ausgetragen. Die entstehende schwefel- und sulfathaltige Prozessflüssigkeit kann dem Zulauf einer Kläranlage oder bei Biogasanlagen dem Gärrestlager zugeführt werden.

Es werden Mikroorganismen des Typs Thiobacillus (Thiooxidans) eingesetzt. Diese Bakterien sind chemolithotroph und nutzen Kohlendioxid als Kohlenstoffquelle. Für ihren Stoffwechsel benötigen sie Sauerstoff, der in Form von Luft zugeführt wird.

Die Luftzufuhr wird entsprechend dem Biogasvolumenstrom geregelt. Hierfür wird ein 4–20-mA-Signal der Biogas-Durchflussmessung verwendet. Die Prozessluft wird durch ein Gebläse zugeführt, dessen Leistung über einen Frequenzumrichter geregelt wird.

Der Wäscherbehälter besteht aus PP (Polypropylen). Aufgrund des niedrigen pH-Wertes der zirkulierenden Prozessflüssigkeit bestehen alle medienberührten Prozessleitungen aus korrosionsbeständigen Kunststoffen wie PVC, PP oder PE.

Der Schaltschrank und die komplette Prozessausrüstung sind in einem Technikraum aus PP installiert. Außerhalb des Technikraums ist ein separates ATEX-Sicherheitsabschaltsystem installiert.

Die automatische Steuerung verfügt über 4–20-mA-Signalübertragung sowie digitale Datenkommunikation über Siemens ET 200 SP mit PROFINET, PROFIBUS und Modbus.

Ein wesentlicher Vorteil der biologischen Entschwefelung gegenüber Aktivkohlefiltern oder chemischen Wäschern besteht darin, dass für die H₂S-Entfernung keine zusätzlichen Chemikalien wie NaOH oder H₂O₂ erforderlich sind. Lediglich geringe Mengen an Nährstoffen für die Mikroorganismen werden benötigt.

Das System erreicht einen H₂S-Abscheidegrad von 96 % und reduziert die H₂S-Konzentration von 2.500 ppm auf ≤100 ppm.

Technische Details
Eigenschaften
Ausführungen

Biogasvolumenstrom, Betriebs-m³/h:

250

Biogasvolumenstrom, Nm³/h:

228

H₂S-Konzentration am Eintritt, ppm:

2500

H₂S-Konzentration am Austritt, ppm:

100

H₂S-Massenbelastung, kg/h:

0,94

Druckverlust, mbar:

5-8

Betriebsdruck, mbar:

40

Gasanschluss DN, mm:

150

Volumen und Anzahl der Behälter, m³:

35 x 1

Durchmesser und Höhe des Behälters , mm:

2300 × 9000

Volumen des Füllmaterials, m³:

30

Wasser- oder Filtratverbrauch, max. l/h:

95–105

Wasseranschluss:

DN25

Nährstoffverbrauch, kg/Tag:

1,6

Elektrische Anschlussleistung, kW:

8

Durchschnittlicher Stromverbrauch, kWh/h:

6

Prozessluftzugabe, % des Rohbiogasvolumenstroms:

11-14

Luftgebläse – Volumenstrom und Druck, m³/h / mbar:

15–45 / 80

Heizleistung / Anschluss, kW / DN:

30 / DN32

Technische Details

Biogasvolumenstrom, Betriebs-m³/h:

250

Biogasvolumenstrom, Nm³/h:

228

H₂S-Konzentration am Eintritt, ppm:

2500

H₂S-Konzentration am Austritt, ppm:

100

H₂S-Massenbelastung, kg/h:

0,94

Druckverlust, mbar:

5-8

Betriebsdruck, mbar:

40

Gasanschluss DN, mm:

150

Volumen und Anzahl der Behälter, m³:

35 x 1

Durchmesser und Höhe des Behälters , mm:

2300 × 9000

Volumen des Füllmaterials, m³:

30

Wasser- oder Filtratverbrauch, max. l/h:

95–105

Wasseranschluss:

DN25

Nährstoffverbrauch, kg/Tag:

1,6

Elektrische Anschlussleistung, kW:

8

Durchschnittlicher Stromverbrauch, kWh/h:

6

Prozessluftzugabe, % des Rohbiogasvolumenstroms:

11-14

Luftgebläse – Volumenstrom und Druck, m³/h / mbar:

15–45 / 80

Heizleistung / Anschluss, kW / DN:

30 / DN32

Eigenschaften

Reduzierung des H2S Gehaltes um > 96%.

Prozessstabile zuverlässige Entschwefelung

Ausführungen

Isolierung (für kaltes Klima) und Initialbefüllung auf Anfrage.

PP-Behälter 35 m³, Füllkörper 30 m³, Gasanschlüsse DN150, Unter-/Überdruckabsicherung

Umwälzpumpen: 2 Stück, 20–25 m³/h, 1,0–1,2 bar, frequenzgeregelter Betrie

Prozessluftgebläse: 15–45 m³/h bei 80 mbar, frequenzgeregelt.

Mess- und Regeltechnik: pH-Messung, Füllstandsmessung, Durchflussmessung der Prozessflüssigkeit, Luftdurchflussmessung, Temperaturmessung der Prozessflüssigkeit und ATEX-Methansensor

Steuerung: Automatische Prozesssteuerung mit 4–20-mA-Signalübertragung und Siemens ET 200 SP Kommunikationsschnittstelle für PROFINET, PROFIBUS und Modbus.

Technikraum: PP-Ausführung, ATEX-Lüftung, 2-kW-Frostschutzheizung, Beleuchtung und Steckdose.

Nährstoffdosierung: Nährstoffbehälter mit Füllstandsüberwachung und Dosierpumpe.

Heizsystem: Interne Kunststoff-Heizschlangen, automatische Umwälzpumpe, maximale Heizleistung 30 kW, Anschluss DN32.

Weitere Ausrüstung

Fe-Konzentrat zur Entschwefelung